SAISON 2026/27: MIT HELLEM GESANG
AULAKONZERTE 2026/27 "MIT HELLEM GESANG"
Das Motto der neuen Saison "Mit hellem Gesang" entstammt der Odyssee von Homer, übersetzt von Johann Heinrich Voß, der von 1772 bis 1778 in Göttingen lebte, Mitglied des Göttinger Hainbunds war. „Sondern mit hellem Gesang bezaubern ihn die Sirenen“ heißt es im zwölften Gesang, Zeile 44 (ἀλλά τε Σειρῆνες λιγυρῇ θέλγουσιν ἀοιδῇ). Odysseus lässt sich an den Schiffmast fesseln, um diesem wunderbaren Gesang lauschen zu dürfen, ohne, davon gefangengenommen, sein Schiff in den Untergang zu steuern.
Zu jedem Konzert bieten wir einen Einführungsvortrag von 18.15 bis 18.45 Uhr im Sitzungssaal vor der Galerie an.
Die Abendkasse öffnet um 18 Uhr, Konzertbeginn ist um 19 Uhr.
SAISON 2026/ 27: MIT HELLEM GESANG
1. KONZERT: SONNTAG, 11. OKTOBER 2026, 19 Uhr
KLAVIER-DUO YAARA TAL und ANDREAS GROETHUYSEN
"Quasi una Fantasia..."
Ludwig van Beethoven: Drei Märsche op.45 (1802)
Franz Schubert: Variationen über ein französisches Lied in e-Moll D 624 (1818)
Ludwig van Beethoven: Große Fuge in B-Dur op. 134
(Fassung für Klavier zu 4 Händen vom Komponisten) (1826)
***
Franz Schubert: Trois Marches Héroiques D 602 (1815-1818)
Ludwig van Beethoven: Sechs Variationen („Ich denke Dein“) D-Dur WoO 74 (1804)
Franz Schubert: Fantasie in f-Moll D 940 (1828)

Die israelische Pianistin Yaara Tal und ihr deutscher Partner Andreas Groethuysen bilden heute eines der weltweit führenden Klavierduos. In ihrem Programm "Quasi una Fantasia...", das sie für die Göttinger Aulakonzerte konzipiert haben, entführen sie das Publikum in die Welt der Frühromantik und zeigen die Experimentierfreudigkeit und große kompositorische Freiheit, die die Komponisten Ludwig van Beethoven und Franz Schubert in den freien Formen der Fantasie und der Variationszyklen ausgelotet haben.
2. KONZERT: SONNTAG, 08. NOVEMBER 2026, 19 Uhr
DUO-ABEND MARIE-ELISABETH HECKER, Violoncello und MARTIN HELMCHEN, Klavier
Ludwig van Beethoven: Zwölf Variationen über „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ WoO 46 (1801)
Alfred Schnittke: Sonate für Violoncello und Klavier Nr.1 (1978)
Robert Schumann: Romanzen op.94 (1849)
Felix Mendelssohn Bartholdy: 2. Sonate D-Dur op. 58 (1843)

Das Künstlerpaar Marie-Elisabeth Hecker und Martin Helmchen stellt in das Zentrum seines kontrastreichen Programms die erste Sonate für Violoncello und Klavier von Alfred Schnittke, in der sich klassische Strenge der Form mit einer hohen Ausdruckskraft und der Aufhebung der Tonalität verbindet. Damit hebt dieses Werk die stilistischen Grenzen der Epochen auf und fügt sich harmonisch in die Tradition der umrahmenden Werke der Klassik und der Leipziger Romantik ein.
FAMILIENKONZERT: SONNTAG, 06. DEZEMBER 2026, 11 Uhr
ZAUBER DER OBOE
Prof. Kai Frömbgen und Studierende der
Hochschule für Musik, Medien und Theater Hannover

Der namhafte Oboist Prof. Kai Frömbgen kommt gemeinsam mit dem Cembalisten Masahiro Masumi und dreizehn Studierenden der Oboen- und Fagottklassen der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover in die Göttinger Universitätsaula, um den Reichtum der Kammermusik der barocken und früh-klassischen Zeit und die Vielfalt der musikalischen Möglichkeiten dieser Instrumente im lockeren Rahmen eines Gesprächskonzerts vorzuführen.
Kai Frömbgen, 1977 in Koblenz geboren, schloss sein Oboenstudium bei Christian Wetzel an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater mit Auszeichnung ab. Nach Stationen beim Jugendorchester der Europäischen Union (EUYO), der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und den Bamberger Symphonikern war er von 2005 bis 2007 Solooboist des Lucerne Festivalorchesters und ist seit 2012 Mitglied des Chamber Orchestra of Europe. Von 2014 bis 2018 war er Professor an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf, seit dem Wintersemester 2018/ 2019 an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Er ist zudem seit 2015 Mitglied des Linos Ensembles.
Das Konzert ist geeignet für Hörer*innen jeden Alters.
In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
Eintritt für Kinder und Jugendliche: 1 Euro
Eintritt für Erwachsene: 10 Euro
3. KONZERT: SONNTAG, 17. JANUAR 2027, 19 Uhr
TRIO BRONTË
Germaine Tailleferre: Trio pour piano, violon et violoncelle (1917/1978)
Wolfgang Rihm: „Fremde Szene III“ (1983)
Gabriel Fauré: Trio in d moll, op. 120 (1923)
***
Franz Schubert: Trio Nr. 2 in Es Dur D 929 (1827)

Das junge Klaviertrio Brontë hat im Jahr 2023 den Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ in Graz gewonnen. Für das Göttinger Publikum haben die Musikerinnen ein Programm entworfen, das drei selten zu hörende Klaviertrios aus dem 20. Jahrhundert dem späten Klaviertrio Franz Schuberts voranstellt: das in zwei Kompositionsphasen entstandene Trio von Germaine Tailleferre, die letzte der drei „Fremden Szenen“ aus der Feder von Wolfgang Rihm und Gabriel Faurés spätes Klaviertrio, ein Werk der klassischen Moderne aus der Feder des Wegbereiters des Impressionismus‘.
4. KONZERT: SONNTAG, 14. FEBRUAR 2027, 19 Uhr
LEONKORO QUARTETT
Joseph Haydn: Streichquartett D-Dur op.76 Nr. 5 Hob III: 79 (1797)
Benjamin Britten: Streichquartett Nr. 2 C-Dur op. 36 (1945)
Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett Nr. 6 f-Moll op. 80 MWV R 37 (1847)

Das vielfach preisgekrönte Leonkoro Quartett greift in seinem Programm den roten Faden der Saison auf, indem die jungen MusikerInnen in das Zentrum ihres Konzerts das selten gespielte zweite Streichquartett von Benjamin Britten aus dem Jahr 1945 stellen. Dieses Werk ist durch Tonalität und Tonsprache in der Moderne verortet, stellt aber zugleich eine Auseinandersetzung mit der Musik Henry Purcells und Béla Bartóks dar und schafft Verbindungen zwischen sämtlichen Epochen vom Barock bis zur klassischen Moderne.
5. KONZERT: SONNTAG, 21. MÄRZ 2027, 19 Uhr
PREISTRÄGERKONZERT ARD-WETTBEWERB für STREICHQUARTETT

Im Preisträgerkonzert des ARD-Wettbewerbs 2026 für Streichquartett wird ein Überraschungsprogramm präsentiert. Die im September 2026 gekürten PreisträgerInnen des internationalen Musikwettbewerbs gastieren auf ihrer Preisträger- Tournee in Göttingen und bringen ein spannendes Programm rund um das zeitgenössische Auftragswerk des Wettbewerbs von Camille Pépin auf die Bühne.
11. April 2027: KINDER- und JUGENDKONZERT
PERCUSSION UNIT HANNOVER
unter der Leitung von Prof. HENRIK MAGNUS SCHMIDT
in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover:

In diesem Konzert laden Studierende der Schlagzeugklasse von Prof. Henrik M. Schmidt an der HMTM Hannover mit ihrem Ensemble, der Percusssion UNIT Hannover, Kinder und Jugendliche dazu ein, das reiche Instrumentarium von Marimba bis zur Pauke kennenzulernen, und führen ihnen auf eindrucksvolle Weise vor, wie man mit Schlaginstrumenten Geschichten musikalisch erzählen kann.
6. KONZERT: SONNTAG, 25. APRIL 2027, 19 Uhr
LUDWIG CHAMBER PLAYERS
Franz Schubert: Ouvertüre im italienischen Stil arrangiert von Andreas Tarkmann (1817/ 2003)
Johannes Maria Staud: Yattsu Oktett (2020)
Carl Nielsen : Serenata in vano (1914)
Franz Schubert: Oktett F-Dur D 803 (1824)

Die MusikerInnen der Ludwig Chamber Players stammen aus Japan, Lettland, Frankreich, der Schweiz und Deutschland. Seit vielen Jahren musizieren sie in großer gemischter Besetzung und lieben es, durch kontrastreiche Programme dem Publikum besondere Hörerlebnisse zu vermitteln.
Im Göttinger Programm stellen sie dem großen, musikantischen Oktett von Franz Schubert das Werk Yattsu (Acht auf Japanisch) von Johannes Maria Staud (* 1978) gegenüber. Den Abend eröffnen sie mit einem genialen Schubert-Arrangement von Andreas Tarkmann und runden das Programm mit dem augenzwinkernden „vergeblichen Ständchen“ von Carl Nielsen ab.