Eine Dämonin und Keilschrift bei Thalia: Science goes City 19.04.26
Sonntagmorgen, 19. April. Regen, Regen, Regen: viel, wenig, aber kontinuierlich. Das kann ja heiter werden (wurde es später auch). Nassen Fußes, aber doch ganz fröhlich, traf sich am Vormittag eine kleine Schar engagierter Studierender und eine Mitarbeiterin des hiesigen Seminars für Altorientalistik und weiteren fleißigen helfenden Händen vor Thalia in der Göttinger Innenstadt. Das Buchgeschäft sollte der Standort für unser Angebot unter dem Titel „Vorsicht Dämonen! Magische Rituale gegen böse Mächte“ im Zusammenhang mit Science goes City sein. Bis es um 13:00 Uhr losgehen sollte, wurde aber erst einmal gerückt, geschoben, gerollt, geklebt und aufgebaut. Tontafeln mussten vorbereitet werden ‒ und davon nicht wenige. Griffel, Siegel, Stempel und weitere Materialien wurden bereitgelegt. Als sich um 13 Uhr die Türen von Thalia öffneten, kamen schon die ersten Interessierten an unseren Stand. Das Angebot für Groß und Klein beinhaltete eine kleine Präsentation über die Dämonin Lamaštu und einige Mitmachangebote. Highlights waren vor allem das Schreiben von Keilschrift mit dem Griffel auf Ton, das Abrollen von Rollsiegeln mit verschiedenen Motiven und das Stempeln von kleinen Lamaštu-Darstellungen. Wer sich außer der Altorientalistik auch für andere antike Kulturen interessierte, hatte die Gelegenheit, bei einem Angebot von „ZAK – Zeitportal Antike Kulturen“ antike Spiele und weitere Schriften, wie Hieroglyphen, auszuprobieren. Einen großen Ansturm erlebten wir zwischen 16-17 Uhr, weil der zwischenzeitlich durch Sonne abgelöste Regen nun doch wieder etwas stärker mit ein paar Eiskristallen dazwischen einsetzte, so dass sich recht viele Menschen über ein attraktives Indoor-Angebot freuten. Gegen 18:00 Uhr endete der Tag „Science goes City“ 2026, und wir hoffen, dass viele Menschen etwas über das antike Mesopotamien und seine Schriften sowie über die gefährliche Dämonin Lamaštu mitgenommen haben. Glücklich und zufrieden, aber auch etwas erschöpft endete ein sehr schöner Sonntag im April.
Ein großer Dank gilt dem Geschäftsführer von Thalia und den sehr netten und hilfsbereiten Mitarbeiter:innen sowie den Studierenden, die bei Auf- und Abbau tatkräftig geholfen haben.
Christiane Meinhold und Brit Kärger